Exkursion zur Drift-Challenge + Bonus Video

„myspeeding goes new ways“ by Ingo Gazelle

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Am Samstag, den 10. Mai morgens um 9 Uhr war Treffpunkt am Glems. Die Myspeeding-Crew wollte zum diesjährigen Tuner-GP und zur im Anschluss stattfindende Drift-Challenge im Hockenheimer Motodrom. Wer schon einmal im Schnee die Handbremse gezogen hat, der weiss wovon ich rede.

Da sich das Wetter von seiner besten Seite zeigte, war klar, dass wir mit den Mopeds hindüsen. Was sich im Nachhinein auch als die beste Variante herausgestellt hat. Schon auf dem Autobahnabschnitt Richtung Karlsruhe war dermaßen viel Verkehr, dass an ein „zügiges“ Fahren nicht zu denken war. Noch schlimmer kam es, als wir dann von KA in Richtung Walldorfer Dreieck unterwegs waren. Eine Blechlawine bewegte sich gen Norden und das verteilt auf drei Spuren!!! Also nix von wegen geile Vollgasstrecke …. Puschel: Weg mit den Baustellen!!!!

Nichts desto Trotz sind wir dann doch nach diversen Slalomfahrten zwischen den Autos einigermaßen zeitig zum Pfingstspektakel in Hockenheim eingetroffen. Der Eintritt in Höhe von 8 Euro-Dollar war
akzeptabel, allerdings die Parkmöglichkeiten für die Motorräder waren wohl eher für Geländewagen geeignet …. Puschel: da hat das Leitplankengirl sich ja richtig wohl gefühlt 😉

Den Tuner-GP gibt’s bereits seit 1992. Damals hat sich das Ganze allerdings in einem wesentlich kleineren Rahmen abgespielt und von einer Drift-Challenge war noch keine Rede. Erst 1999 wurde sie im Rahmenprogramm des Tuner-GP ausgetragen. Das Starterfeld der Tuner hat sich von anfänglich 10 Fahrzeugen auf nun mehr 9 Gruppen und somit Klassen erweitert. Diese bestehen dann aus 3 bis 10 Fahrzeugen. Damit also eine gewisse Fairness und auch ein bessserer Vergleich möglich ist, gibt es die Kategorien für Kleinwagen, Mittelklasse,Sportwagen etc … die dann wie in einem Qualifying der DTM oder Formel 1 gegeneinander fahren.

Die Hatz nach der besten Rundenzeit war also schon in vollem Gange und nachdem wir uns einen recht guten Platz auf der Tribüne gesichert hatten, konnten wir dann dem Treiben auf der Piste folgen. Aufgrund unserer etwas längern Anfahrtszeit wurden wir jedoch nur noch Zeugen der Funcars und der GT-Klasse. Das tat allerdings nichts zur Sache, weil ja die Drift-Challenge noch bevor stand. Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass sich TechArt an dem heutigen Tag den Gesamtsieg in der GT- und der Cabrio-Klasse mit jeweils einem Porsche GT Street sicherte (700 PS GT, 580 PS Cabrio).

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Einen Vorgeschmack auf den anstehenden Event bekamen wir in der Pause zwischen Tuner-GP und der Siegerehrung anhand einer Showeinlage die sich gewaschen hat. Die gesamte Corona der Drifter wurde angeführt von einem Ford Mustang, der mit rotem Qualm aus den Radhäusern das anstehende Quertreiben eröffnete.

Die Gilde der Querbeschleunigung bringen oftmals angestaubte BMW’s an den Start die Ihr Ende zuweilen im Kiesbett finden oder dann die angestaubten Motoren mit einem Paukenschlag in Rauch aufgehen. Nahezu 80% der Fahrzeuge kamen aus der Bayer-Metropole was ja im Schluss bedeutet, dass diese Fahrzeuge wirklich die Freude am Fahren signalisiern.

Zu erwähnen sei noch folgendes: Es gilt einen Parcours beginnend in der Sachskurve bis durch zur SWR-3 Kurve möglichst gleichmäßig sauber zu durchdriften, ohne auf die Curbs oder den Grünstreifen zu berühren.

Aber nicht nur vierrädrige Quertreiber waren zugange, auch ein Trio mit Sumo’s gab ihr Bestes um das Publikum zum Staunen zu bringen. Stehend auf den Fußrasten und im Drift durch die Sachskurve zeigten sie, dass die Physik da weitermacht, wo sie für den Durchschnitts-Sport-Fahrer schon längst zu Ende ist. Der Liebling des Publikums war zweifellos ein alter Opel Commodore in Form eines Leichenwagens, ausgerüstet mit einem brüllenden V6-Motor und anhand der Geräuschkulisse sicherlich nur mit einem Flammrohr am Unterboden.

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Gedriftet wurde was das Zeugs und die Reifen hergaben – die Zuschauermenge, es mögen so etwa um die 8000 gewesen sein, quittierten es mit johlendem Beifall. Der Höhepunkt des instabilen Fahrzustandes wurde dann in Form des Twin-Battles gezeigt. Zwei Fahrzeuge fahren nebeneinander auf die Sachskurve zu und driften dann, ähnlich wie beim Paarlauf, durch die Kurve. Auch dabei gelten dann die Haltungsnoten bzw. die Kriterien die vorhin erwähnt wurden. Gelingt es einem der Fahrer den anderen im Driftparcours zu überholen (die Königsdisziplin) hat er gewonnen. Der letzjährige Meister und Vizemeister gaben sich eine erbitterte Schlacht und mussten an dem Pfingstsamstag 6 mal gegeneinander antreten um eine Entscheidung fällen zu können. Der Vorjahresvize Paul Vlasblom mit seinem M3 Touring konnte sich somit den Sieg sichern.

Kurzum, es war ein gelungenes Event und nach dem letzten Durchgang traten wir die Heimfahrt wieder an. Diese war dann wirklich bedeutend entspannter wie der Weg nach Hockenheim. Auf freier Strecke konnte man mit gelösten 180 Sachen locker gen Heimat düsen.

und hier gehts zum Video Drift-Challenge by Ingo Gazelle <klick>

Über MissyD

* Sie hat 66 Tattoos * Sie geht seit dem magischen Dreieck ins Stadion (B Block) * Sie fährt mit den Jungs * Sie fährt D wie Daytona * Sie schert sich nicht um Konventionen * Sie wird geliebt oder gehasst * Sie ist verdammt schnell
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