Abschied von Werner Hiller

werner_hiller1.jpg

Am Dienstag erreichte uns eine traurige Nachricht:

Wir müssen Abschied nehmen von Werner Hiller, unserem Freund und Kollegen.
Werner Hiller ist in der Nacht vom 8. Dezember 2008 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren unerwartet verstorben.

Er war schon immer ein Mopedfahrer und ein genialer Schrauber, ein Tüftler eben, woraufhin auch Suzuki damals auf ihn aufmerksam wurde.

1972 fing er mit einem kleinen Laden und einer Werkstatt von insgesamt 45m² seine berufliche Laufbahn an und war von da an der Mann für Suzuki in Stuttgart. Insgesamt zog er 5 mal mit dem Geschäft um und vergrösserte sich dann 1996 im Neubau am Westbahnhof.

Am Glemseck haben wir ihn immer wieder getroffen, mehrmals in der Woche, außer wenn er mal Urlaub hatte, was aber nicht so oft der Fall war. Denn er war ein Schaffer. Ein beständiger Mensch, auch was sein Umfeld und seine
Familie anging und er wohnte von seiner Geburt bis zum letzten Tag im gleichen Haus. Seine gesellige Art und soziale Ader haben ihn so liebenswert gemacht und wenn er konnte half er immer!

Und damit auch diese Zeilen eine versöhnliches Ende finden, hier noch eine kleine Anekdote aus seinem Leben:

wie uns zu Ohren kam, hat er wohl sogar einmal ein Motorrad gegen Schweinehälften getauscht, weil der Käufer das Geld nicht ganz zusammen brachte.

Wir werden unseren Suzuki-Hiller und Freund vermissen,

werden Ihn als Mensch immer in guter Erinnerung behalten.

Deine Freunde vom Glemseck!

Über MissyD

* Sie hat 66 Tattoos
* Sie geht seit dem magischen Dreieck ins Stadion (B Block)
* Sie fährt mit den Jungs
* Sie fährt D wie Daytona
* Sie schert sich nicht um Konventionen
* Sie wird geliebt oder gehasst
* Sie ist verdammt schnell

Dieser Beitrag wurde unter alles rund um's MOPEEEED veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Kommentare zu Abschied von Werner Hiller

  1. Grovvy sagt:

    Hallo Missy D
    Ich weiss nicht ob ich bei Dir richtig bin,doch so wie ich lese,trift Dich der Tot der Motorradhändler legende WERNER HILLER stark.Auch Mich hat der plötzliche Tot fassungslos gemacht.Werner war nicht nur Händler sondern auch Mensch
    der auch mal ohne langes reden bei einer hohen Rechnung auch mal sagte: komm die zahlsch uf 2 mol no dutz net so weh,ja so habe ich Ihn in Erinnerung.Mit seinem Tot geht ein bischen WÄRME in dieser KALTEN Zeit verloren.Doch mich schmerzte das die hohen HERREN der Marke die er so lange die TREUE hielt. Heute auf der Beerdigung keinen Satz übrig hatten.Schade Ich dachte die hätten respekt vor seinem Werk
    und seinem Tun.Mich tröstete das viele wegbegleiter auch auf seinem letzten weg bei Ihm waren und er diese Reise nicht alleine antreten musste,eine Motorradgemeinschaft
    nahm abschied von einem liebgewonnenen Freund,das empfand ich Heute.
    Die Zukunft wir uns zeigen wie sehr wir Ihn vermissen.
    und DIR nochmals DANKE für DEINE Anteilnahme
    in trauer GOVVY

  2. Leitplankengirl sagt:

    Hallo, mit Werner ist ein guter Suzuki-Händler von uns gegangen. Er war immer sehr korrekt, hat den Leuten geholfen, die keine Kohle hatten, hat sie nicht abgezockt. Er war immer hilfsbereit. Schade, ich weiß noch nicht, wo ich jetzt mein nächstes Motorrad kaufen werde geschweige denn, meine Inspektionen machen werde 🙁

  3. Martin Duc sagt:

    Ja Missy D, ich möchte mich hier anschließen: Ich habe Werner als freundlichen Zeitgenossen kennen und schätzen gelernt. Habe nie ein böses Wort aus seinem Mund gehört. Ich mochte ihn sehr und bin sehr traurig über die Nachricht, daß Werner nicht mehr unter uns ist. Ich werde ihn sehr vermissen, er ist ein Meilenstein in der Stuttgarter Motorradgeschichte. Ich traf ihn öfters, wenn er abends nach dem Garten mit seinem Hund am Glemseck war.
    Werner, wir werden uns eines Tages wiedersehen. Auch wir gehen den Weg, den Du gegangen bist.

  4. Susi Lex sagt:

    Hallo,
    fassundslos habe ich von Werner Hillers Tod erfahren. Er war der freundlichste Motorradhändler, den ich kannte. Seine Hilfsbereitschaft war in jeder Hinsicht vorbildlich. In den letzten Jahren hatter er sich einen Garten in Weil im Schönbuch gepachtet. Dort hielt er sich besonders gerne mit seinem Hund Felix auf.Er wollte das kleine Paradies dort ausbauen. Regelmässig brachte er dem dort ansässigen Bauern Hundefutter mit.Werner war immer sehr hilfsbereit und hatte ein Herz für andere. Es ist unvorstellbar, warum Gott ihn so früh aus dem Leben gerissen hat.Hoffentlich Werner, bist du nun in einem schöneren Paradies. Ich bin sehr sehr traurig, dass du nicht mehr da bist.

  5. michaD sagt:

    Hallo,
    fassungslos habe ich leider erst heute von Werner Hillers Tod erfahren, als ich nach einem Jahr Mopedabstinenz mal wieder einfach im Laden vorbeischauen wollte. Er war für jeden der in seinen Laden kam immer da und hilfsbreit. Immer versuchte er anderen zu helfen und eine Freude zu bereiten. Dank ihm bin ich heute ein begeisterter Mopedfahrer. Begonnen hat alles damit, dass ich in seiner Werkstatt in der Augustenstr. ein Praktikum machen durfte. Als ich mir mein Traummoped, eine DR Big, nicht leisten konnte, hat Werner das Moped ein Jahr stehen lassen, bis ich genug Geld zusammen hatte. Wenn mir ein Ersatzteil fehlte oder eine Verkleidung zu Bruch ging, hat er immer irgendwo aus einer Ecke noch ein Teil gezogen das passte. Es gibt bestimmt noch hunderte solcher Geschichten. Ich denke, jeder der ihn kannte, hat ihn ins Herz geschlossen. Mit Werner ist eine unersetzliche Institution gestorben. Werner, danke für alles, deine Freundlichkeit, deine Fairness, deine Hilfsbereitschaft. Ich werde dich vermissen. In Trauer Micha

  6. guzzilla sagt:

    Tschüss Werner.
    Als ich bei Dir als 11-jähriger vor dem Laden stand hab ich immer die V7 und die Wasserbüffel bewundert. Als einer mal sein Ambassador vom Kundendienst abgeholt hat und in die Rötestrasse abgebogen ist, das Gas aufgezogen hat, wusste ich, das ist mein Mopped. Ich hab heute noch so eine und fahr sie immer noch. Einmal ist ne V7 Sport auf dem frisch geteerten Gehweg in Schieflage geraten. Ich Handtuch hab sie festgehalten und meinen Kumpel in die Seyfferstrasse geschickt. Werner war gerade am umziehen. Er kam dann und hat mir 5 Mark in die Hand gedrückt. Mann war ich stolz. Später, als ich dann meine V7 hatte, stand er immer mit Rat und Tat parat. Wenn ich sie mal wieder geschrottet hatte, hat er den Festus mit Auto + Hänger losgeschickt. Sein Kommentar: hosch se scho wieder he gmacht. Zu Werner konnte man immer kommen wenn man Probleme hatte. Man ist mit dem Gefühl gegangen, jetzt gehts wieder.
    Letzte Woche dachte ich, fahr mal wieder vorbei und guck wie es ihm geht, nach Jahren.
    Ihm konnte man vertrauen, er wusste wem er vertrauen kann. Solche Menschen sind heute äusserst selten.
    Machs gut
    Claus

Schreibe einen Kommentar